Der Geruch ist der stammesgeschichtlich älteste Sinn; er ist an vielen Regulationsmechanismen des Lebens beteiligt.
Während der Geruchssinn im Tierreich Instinkte steuert und die Verhaltensweisen der Individuen kontrolliert, tritt beim Menschen die hedonische Komponente, der "Gefühlston", ins Bewußtsein.
Die emotionale Kraft olfaktorischer Sinneswahrnehmung beherrschte alle Weltkulturen seit dem Altertum. Duft erschien dem Menschen heilig, denn "Wohlgeruch ist der Atem des Himmels" sagte Victor Hugo.
Nach der ägyptischen Mythologie soll der Erfinder der Hieroglyphen und der Chemie, der ibisköpfige Gott Toth, die Priester in der Kunst der Parfümherstellung unterwiesen haben und jahrtausendelang waren ihre Kreationen allein den Göttern und Königinnen vorbehalten.